„Für den Kardinal stellte sich die Frage, ob ich der Kirche schade. Nicht, ob ich dem Glauben nutze, der Gemeinde diene, ob ich Gott vertraue. Offensichtlich habe ich mir in seinen Augen und denen seiner Höflinge etwas angemaßt, was mir nicht zusteht, nämlich selbst zu denken.“ (Georg Schwikart)

Nicht geistige Weite, sondern Willkür, nicht Menschenliebe, sondern Machtwille prägen die Katholische Kirche in ihrem Inneren. Das musste Georg Schwikart bitter erfahren. Nach vierjähriger Ausbildung, nach einer damit verbundenen durchgehenden unentgeltlichen Arbeit in der Gemeinde wird er faktisch am Vorabend seiner Weihe zum Diakon vom Kölner Kardinal Meisner hinausgeworfen. Sein Fehler: Er hatte öffentlich kirchliche Reformen angemahnt.

Georg Schwikart erzählt seine Geschichte, die die Geschichte so vieler ist, die sich als Christen in der Katholischen Kirche das Denken nicht verbieten lassen wollen. Er erzählt davon, wie Kirche einem Menschen zur Heimat wird und davon, wie es ist, aus dieser Heimat verstoßen zu werden. Er berichtet von der Ignoranz der Mächtigen, von verbreitetem Duckmäusertum, aber auch vom Mut der Verzweifelten. Und Georg Schwikart gibt nicht auf: Sein Buch ist ein Aufruf zur Debatte, damit Kirche nicht zur Sekte wird und der Glaube nicht den Verwaltern kirchlicher Macht überlassen bleibt.

 

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Georg Schwikart schrieb:

Liebe Frau Lüders, Bischof T.v.E. ist eine tragische Figur. Wie unglücklich der Mann ist, sieht man ihm leicht an. Lange wird er wahrscheinlich nicht mehr in Limburg bleiben... Weiterlesen →

Frauke Lüders schrieb:

Hallo Herr Schwikart, mich würde Ihre Meinung zu Tebartz van Elst interessieren. Es gibt ja tatsächlich Stimmen die ihn verteidigen, aber mal abgesehen vom Waschgang ducht... Weiterlesen →

theonom-Philipp schrieb:

Ach, wie war es dereinst so schön, mit Frau und Kind, und alle Tage den Herrn zu danke; keine Frage. Ja, deshalb hatte ich gedacht, "tu bitt'- schön mehr für Gott dem Herren,... Weiterlesen →
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